Andreas Gugumuck

Wiener Schnecken – langsam ist die Schnecke gut!

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Der 10. Bezirk hat schon etwas Besonderes – ja, ja, dort hatte die FPÖ vor gar nicht langer Zeit ihre großen Auftritte, da grölten, prosteten und jubelten die „Stempler“ und „Schnapsler“ dem HaZeh zu und dort kam 2015 die FPÖ mit 38,2% ganz knapp an die SPÖ, Grüne und Türkis grundelten weit unter 10% herum. Der Ausländeranteil ist hoch, die Ausländerfeindlichkeit auch – so nach dem Motto „de nehman uns de Hokn weg“ – das sagen vor allem die, die damals am Vormittag dem HaZeh mit einem 16erBlech zugeprostet haben.
Aber das sind ja nur Nebensächlichkeiten, denn der 10. hat schon wirklich viel Besonderes: da ist einmal der Essig-König Gegenbauer und einer meiner Lieblingswirte der Karl Meixner „Meixner’s Gastwirtschaft“ (über beide habe ich ja schon mehrmals berichtet) und dann auch noch Andreas Gugumuck mit seiner Schneckenzucht – Weinbergschnecken um genau zu sein.

Andreas Gugumuck hat 2010 seine Job als IT-Experte aufgegeben und den Hof der Familie übernommen, 2014 gründete er dann die Schnecken Manufaktur mit Bistro und Hofladen. Im Bistro kann man auch – wenn die Zeiten wieder besser – ein spezielles Schneckenmenü genießen.
Und gleich zu Beginn erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, so bereits 2011 von Slow Food, 2012 „Best Young Farmer of Europe“ des europäischen Parlaments und seit 2018 ist er Senator im Senat der Wirtschaft. Er scheint mit den Schnecken die Welt zu erobern.

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Rund 300.000 Tausend Schnecken wandert derzeit in Gläser, als Schneckenbeuschel  – Schneckengulasch – mit Balsamico und Zwiebeln – Natur im Fond – ja auch Schneckenleber und Schneckenkaviar –
In diesen Zeiten startet Andreas Gugumuck die #schneckenchallange „Es ist Zeit etwas Neues zu probieren“ –

Die Schnecken, die derzeit in Freigeländer im Schneckentempo herumlaufen, sind eine spezielle mediterrane Art (Cornu aspersum ), die wachsen etwas schneller. Nach dem Schlüpfen aus dem Ei, sind die Winzlinge kaum einen Millimeter groß und in rund einem Jahr haben sie dann einen Durchmesser von 2-3 Zentimeter und sind reif für die „Ernte“. Die Schneckenleber ist eine besondere Spezialität, sind befindet sich ganz hinten am Ende des Schneckenhauses und eine rare Kostbarkeit, ebenso wie die Schneckeneier, der Schneckenkaviar.

Schnecken essen hat eine uralte Tradition, in einem uralten römischen Kochbuch tauchen Schneckenrezepte auf und im Mittelalter waren Schnecken eine begehrte Fastenspeise. Gerd W. Sievers, der im Zweiten am Vorgartenmarkt eine Delikatessengeschäft mit kleinem Bistro „Palette“) betreibt hat ein „Schneckenkochbuch“ verfasst. Er weiß dass auch bei der Schnecke das Futter den Geschmack des Fleisches bestimmt. Viele verschiedene Kräuter und Gräser machen den Unterschied. Andreas Gugumuck läst daher seine Schnecken in seinem Gemüse- und Kräutergarten grasen.
Sollten sie sich fragen woher der ausgefallene Name GUGUMUCK herkommt – der ist urgermanisch setzt sich aus den Wortstämmen „Guck“ – laut lachen und „Muck“ Macht zusammen, also waren die Vorfahren entweder lachende Mächtige oder mächtig Lachende. Ein UrUr…Johann Gugumuck ist 1787 als Richter in Rothneusiedl geführt, den Hof gibt es urkundlich seit 1720.

Sie sollte jetzt die Zeit nutzen – versuchen Sie Neues, probieren Sie aus – schauen Sie vorbei auf der Homepage von Andreas Gugumuck www.gugumuck.com