Sauris – und vorher zum „Da Gaspar“ nach Zomeais

2013_SaurisHotelzimmerEs geht ganz schön kurvig und steil bergauf, bis man zum2013_SaurisHotelRiglarhaus Stausee von Sauris kommt, von dort dann noch einmal ziemlich steil zu den drei kleinen Siedlungen Sauris sotto, Sauris sopra und Lateis, aber es lohnt sich. Wandern, essen, trinken oder einfach nur die Stille des Hochtals genießen. Wir waren im Riglarhaus in Lateis auf 1.200 m Seehöhe: sehr schöne Zimmer, ein Frühstück mit den Köstlichkeiten von Sauris, Prosciutto und Käse und einer Ruhe, die einem Städter schon fast unheimlich ist. Das Essen in diesem Hotel ist auch ausgezeichnet und sehr traditionsbewusst: Gnocchi mit Sauriser Speck, Gerstenrisotto mit Erbsencreme, Rehbraten mit Wacholder und vor allem Cjarsons, das sind mit Kartoffeln, Zimt, Rosinen und Kräutern gefüllte Teigtaschen. Da holt man sich die Kraft für einen Bergausflug. Warum allerdings das Hotel mit „am Ufer des Sees“ beworben ist, bleibt ein Rätsel, der See ist mindestens 30 steile Gehminuten tiefer, aber zum Baden sollte man ohnehin nicht nach Lateis fahren. www.riglarhaus.it/de/ 
2013_SaurisHolzHaus2013_SaurisWanderungHerrliche Wanderungen durch Wälder und über Almwiesen, über Scharten und Pässe bis an die 2.000 Meter hinauf. Wer will kann es auch gemütlicher angehen, es gibt zahlreiche Wanderwege in diesem Hochtal. Je nach Kondition kann man gemütlich um den See wandern oder zu den Almen hoch, wo Käse produziert wird.
Und in Lateis gibt es auch eine „Früchtefarm“ den ganzen Sommer über bis weit in den Herbst kann man dort Tomaten, Erdbeeren, Himbeeren und allerlei Gemüse und Früchte bekommen. Manchmal allerdings ist Ende September schon Schluss damit, da kann es sein, dass der erste Frost alles in weiße Kristalle hüllt.

Da GasparTarcento/Zomeais/Friaul
Fast ein Pflichthalt für alle „Kulinariker“ ist in Tarcento, Zomeais die Trattoria „Da Gaspar“. Von der Autobahn Richtung Undine bei Gemona, Osoppo abfahren und dann Richtung Tarcento, der rund 20 Minuten-Umweg zahlt sich aus. An Wochenende ist die Küche ganztägig geöffnet, aber bitte unbedingt vorher anrufen! Auch hier die herrlichen Cjarsons (Teigtascherl), Gnocchi mit Spinat und Ricotta, eine köstliche Melanzanepastete, ganz zart gekochte Kutteln mit Kräutern (Trippa), ein ganz herrliches Kaninchen im Kräutersaft (Coniglio), mehr als 10 verschiedene Olivensorten zum „Nachbessern“ von regionalen Produzenten. Und wer den süßen Abschluss liebt: Torta di mele, Mousse di fragole und die feinen Kekse, die in eine dunkle Schokosauce getunkt werden: Bavarese allo zabaione. Mein Gott, ist das gut!
http://www.trattoriadagaspar.com